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Nano Carrier for Glioblastoma Multiforme (NC4GBM)

Mit dem „Beste Forschungsidee 2017“ der Hochschule Trier im Wettbewerb EU-Forschung prämiertes Projekt

Beim Glioblastoma Multiforme (GBM) handelt es sich um den am häufigsten diagnostizierten Hirntumor (Grad IV), der für etwa 4 % aller krebsbedingten Todesfälle verantwortlich ist. Das Zentrum des Tumors ist wegen seines sternförmigen Aufbaus von feinen Verästelungen umgeben, die bis weit in gesunde Hirnareale vordringen. Dadurch ist eine rückstandslose chirurgische Entfernung nahezu unmöglich.

Die Hochschule Tier ist in diesem Projekt Teil eines europaweiten Konsortiums (Deutschland, Italien, Niederlande, Griechenland, Zypern), welches die jeweiligen Experten auf den Bereichen Medizin, Pharmazie, Toxikologie, Chemie und medizinischer Bildgebung vereint. Die Hochschule Trier wirft hierbei ihre natur- und ingenieurwissenschaftliche Expertise in die Waagschale.

Die zentrale Idee des Forschungsvorhabens ist ebenso revolutionär wie vielversprechend und nutzt  magnetische Nanopartikel als Transportmittel – eben wie der Titel sagt als Nano-Carrier – um die medizinischen Wirkstoffe zum Einsatzort bis in die kleinsten Kapillaren des Tumorgewebes zu bringen. Damit ist ein schonender sowie hocheffizienter Medikamenteneinsatz garantiert.

Der Part der Hochschule Trier besteht darin, durch speziell geformte Magnetfelder die Bewegung der MNP durch die Blutbahn bzw. dessen Anreicherung im Target zu bewerkstelligen. Das ist eine technologische Herausforderung, da die Bewegung durch eine Vielzahl von Kräften beeinflusst wird (z.B. hydrodynamischer und -statischer Druck, Gravitation, Reibung, Kapillarkraft, Diffusion, magnetische Kräfte). Aus diesem Grund werden Simulationen und Experiment kombiniert, um die Abhängigkeit von relevanten Parametern (z.B. Partikeldurchmesser, Form, Magnetisierung, magnetischem Feldgradient) im Detail zu verstehen und das Verfahren weiter zu optimieren.

Wir hoffen, dass sich damit irgendwann die größten Probleme bei der Therapie von GBM überwinden lassen, um das Wohlbefinden und die Lebensqualität von GBM-Patienten nach der Diagnose zu verbessern und deren Lebenserwartung zu erhöhen.

Haben Sie Interesse an Physik, Magnetismus oder Leistungselektronik? Kommen Sie einfach auf uns zu. Wir vergeben ständig interessante Arbeiten an engagierte Studierende.

Kontakt:

Jörg Fusenig, M.Sc.
Tel.: +49 651 / 8103525
E-Mail: J.Fusenig(at)hochschule-trier.de

Dr. rer. nat. Tobias Roth
Tel.: +49 6782 / 171121  
E-Mail: t.roth(at)umwelt-campus.de

Prof. Dr.-Ing. Hellmut Hupe
Tel.: +49 651 / 8103429   
E-Mail: H.Hupe(at)hochschule-trier.de

Andrea Fischer, 13. Dezember 2017